can we help
+44(0)1983 296060
+1 757-788-8872
tell me moreJoin a rally

Menu

Vitamin Sea - Tag 1: Kurs auf St. Lucia: Unser erster Tag auf hoher See, Montag, der 20. November 2023



Die erste Nacht vom 19. auf den 20. November 2023: Das unerwartete Treffen mit unserem Nachbarboot

Unsere Nachtschichten haben wir nach unseren individuellen Bio-Rhythmen geplant.
Meine Tochter Anna ist eine Nachteule, also übernimmt sie von Mitternacht bis 3 Uhr morgens. Danach stehe ich am Steuerstand bis um 6 Uhr, da ich tendenziell ein Frühaufsteher bin. Ich gebe zu, 3 Uhr ist schon reichlich früh, aber nur 1-2 Stunden früher als ich normalerweise wach werde. Danach übernimmt mein Sohn Nicolas von 6 Uhr bis 9 Uhr. Da um diese Uhrzeit normalerweise sein persönliches Fitnessprogramm ansteht, ist das am passendsten für ihn. Mein Mann Peter hat zunächst keine explizite Nachtschicht zugewiesen; er wird immer bei wichtigen Ereignissen geweckt. Als Kapitän soll er immer bestmöglich ausgeruht und rund um die Uhr für Notfälle ansprechbar sein.

Gut geplant sind wir so in unsere erste Nacht gegangen. Anna hat um Mitternacht ihre Schicht angetreten. Der Wind blieb bei 6-7 Knoten Wind weiter stabil, dass unser Wingaker gute Dienste leisten konnte und eine ruhige Nacht versprach.

Bis um 2 Uhr morgens auf einmal ein Schiff auf uns zu kam. Auf AIS war das klar zu erkennen. Anna war ganz schön mulmig zumute, als eine CPA (closest point of approach) von 7 Metern und eine TCPS (time to closest point of approach) von wenigen Minuten angezeigt wurde. Als das Schiff, trotz Vorfahrtsregelung nicht ausweichen wollte, blieb Anna keine Wahl und weckte unseren Kapitän Peter. Es handelte sich um unser Nachbarboot auf Ponton S in Las Palmas, dass Peter ihn sogleich über individuellen Anruf angefunkt hat und auch über Kanal 16, den allgemeinen Rufkanal den jedes Boot eigentlich abhören sollte. Keine Reaktion. Da wir uns kannten, hat er auch per Whatsapp versucht Kontakt aufzunehmen. Ebenfalls keine Reaktion. War das Schiff etwa ohne Kapitän?

Peter blieb nichts anderes übrig als selbst auszuweichen. In der engsten Distanz waren wir am Ende ca. 100 Meter entfernt.

Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass die Nachtwache den Funkruf leider nicht gehört hat, uns aber gesehen hat. Das er selbst ein erfahrener Regattasegler ist, war ihm die Distanz nicht brenzlig erschienen. Das hat Anna doch etwas anders gesehen.

Der erste volle Tag auf hoher See
Der Morgen brachte uns eine besondere Überraschung - unseren zweiten Fisch, gefangen von meinem Sohn: ein weiterer stattlicher Mahi Mahi.

Nicolas hat voller Freude das schöne Tier filetiert. Davor durfte ein Beweisfoto natürlich nicht fehlen. Gleich darauf gab es weitere Erfolgssignale. Insgesamt haben 4 weitere Fische angebissen. Leider blieb es nur bei dem einen erfolgreichen Fang. Nichts für ungut – Nicolas feilt an seinen Angelkünsten und hat ein paar Änderungen vorgenommen.

In der Mittagszeit gab es eine Windänderung, dass wir das Wingaker durch das Code 0 – Segel ersetzen mussten. Der Wind blieb leider nicht lange stabil, das am Nachmittag eine Änderung zurück Wingaker nötig machte. Peter und Nicolas sind mittlerweile ein eingespieltes Team, dass die Segel schnell geändert werden konnten.

Am Abend haben wir uns auf unseren frisch gefangenen Fisch gefreut. Perfekt gegrillt gabs Mahi Mahi mit Ratatoui und Reis und 5 strahlende Crew-Mitglieder.

Das war ein atemberaubender Start in unser Abenteuer, und ich bin zutiefst dankbar dafür. Ich freue mich unendlich auf die aufregenden Tage, die vor uns liegen.

Unsere Bilanz nach 36 Stunden auf See

Zurückgelegte Seemeilen: ca. 200
Gefangene Fische: 2
Strahlende Gesichter an Bord: 5

Kulinarisches Tag 1

Mittagessen: Handgemachte Baguettes (ein Geschenk von unserem Schreiner in Las Palmas) mit Käse, Schinken, Pimientos und Gürkchen
Abendessen: Frisch gefangener Mahi Mahi mit Gourmet Ratatouille und Reis



Previous | Next