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Nikolaus auf See

07 December 2011


Nikolaus auf See
7 December 2011

Während fast 50 Yachten aus der Regattagruppe und der Gruppe der großen Yachten schon in Rodney Bay Marina angekommen sind, feiert der Rest der Flotte den Nikolaustag auf See. Auf dem letzten Teil der Strecke herrschen leichte Winde vor, zum Teil auch Flaute. Aber bislang haben die Yachten eine so tolle Überfahrt gehabt, dass auch laue Winde die Stimmung an Bord nicht trüben können. Und ab und an gibt es ja zur Aufmischung der Crew ein Gewitter. Meltemi schreibt:

„Fast puenktlich zum Nikolaus haben wir etwas unfreiwillig unsere Stiefel rausgestellt; statt der sonst ueblichen Kleinigkeiten haben wir eine große Squall mit viel Regen, nicht aber den sonst ueblichen Starkwind bekommen. Aus Vorsicht gingen wir in Reff 1 und liessen nur das Kutterstagsegel stehen. Der Wind drehte von unserem vorher gefahrenen Raumwindkurs auf Amwind; wir hatten uns die Passat-Route etwas anders vorgestellt - es geht aber auf direktem Weg nach St. Lucia zu der Bar mit den Schirmchendrinks! Es sieht schon sehr bedrohlich aus, wenn die schwarze Wand auf einen zukommt und man vor lauter Dunkelheit die Hand fast nicht mehr vor den Augen sieht. Zum Glueck haben wir Stirnlampen mit Rotlicht dabei, die das Arbeiten an Deck wie am Tag machen.“

Andere Boote sitzen ganz in der Flaute nehmen es aber durchaus gelassen hin. Skiathos berichtet: „Die Landschaft hat sich nicht wesentlich verändert und seglerisch sind wir aus der Kategorie "Rentnersegeln" mangels Windes in die Kategorie "kontrolliertes Treiben" abgerutscht. Wir eiern gerade noch mit so viel Restgeschwindigkeit dahin, dass es so eben nicht lohnt, den Diesel anzuwerfen. Tatsächlich juckt das aber niemanden ernsthaft - ob wir am Donnerstag oder Freitag ankommen, ist ja eher sekundär. Zur großen Party am Samstag werden wir in jedem Falle dort sein und auch die Überfahrt nach Martinique am 12. oder 13.12. dürfte ungefährdet sein.

Im dritten Anlauf haben wir es geschafft, den inzwischen 40cm langen Riss der Genua (hoffentlich) dauerhaft zu flicken: mit Segeltape UND einer Naht, die jedem Segelmacher zur Gesellenprüfung genügen würde. So können wir jetzt wieder die volle Genua fahren, was angesichts der lauen Brise auch seeeehr nötig ist. Die Nächte sind nach wie vor faszinierend, mal klarster Sternenhimmel, mal diffuse Mondbeleuchtung - ein Traum. An die Wachen haben wir uns mittlerweile gewöhnt, wir schlafen dann halt am Tag mehr - unsere Termine sind ja überschaubar geworden...“

Auch Lustiges gibt es von Bord zu erzählen. Sylvia von der Thosyma schreibt: „Fisch gefangen: Nicht den Groessten, aber vielleicht den Lustigsten: Einer der fliegenden Atlantik-Kerlchen rauscht doch heute Nacht glatt mitten durch unser Cockpit, durchquert komplett unseren Salon und landet unter dem Navigationstisch. Da hat er aber grosse Augen gemacht, wir auch. Schwupp`s schon gehts mit Skippers Hilfe den ganzen Weg zurueck hinein in deinen Meeres-Salon. Glueck gehabt du kleiner Atlantik-Ausreisser. Muss ganz schoen was Grosses hinter dir her gewesen sein.“

Wie gut auch immer die Stimmung an Bord sei mag, nach der langen Zeit auf See fiebern alle Crews dem Landfall entgegen. Auch wenn es dieser Jahr eine schnelle und brucharme Rallye ist, so freuen sich alle Crews nach der langen Zeit auf See auf das erste kalte Bier, den ersten bunten Salat, die erste warme Dusche …. und, gab’s da noch was?


foto:  Twelve Moons



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